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Westfälische Nachrichten, 7. Dezember 2009

Mehr als ein Mobilitätsmittel

Dr. Angelica Schwall-Düren und André Stinka würdigten die ehrenamtliche Arbeit des Ehepaares Agnes und Josef Hutters und der Nottulner Bürgerbus-Fahrer.Foto:
Dr. Angelica Schwall-Düren und André Stinka würdigten die ehrenamtliche Arbeit des Ehepaares
Agnes und Josef Hutters und der Nottulner Bürgerbus-Fahrer.
Foto: (nit)

Lüdinghausen/Nottuln - „Eine Gesellschaft braucht das Miteinander. Sie braucht Menschen, die sich für andere und das Gemeinwohl einsetzen“, sagte Dr. Angelica Schwall-Düren am Sonntag. „Bürgerinnen und Bürger, die anderen zur Seite stehen und über ihren Tellerrand hinausblicken, geben unserem Land sein menschliches Antlitz.“ Solche Menschen, die „Gesichter des Ehrenamtes“, ehrte die SPD-Bundestagsabgeordnete zusammen mit dem Landtagsabgeordneten André Stinka. Sie verliehen im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen den Eleonore-Pollmeyer-Preis an das Ehepaar Agnes und Josef Hutters und an die Mitglieder des Bürgerbusvereins Nottuln.

Seit mittlerweile elf Jahren geht der mit 250 Euro dotierte Preis an Menschen in den Kreisen Coesfeld und Steinfurt, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement hervorstechen. Benannt ist der Preis nach der Coesfelderin Eleonore Pollmeyer, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg um die hungrige Bevölkerung kümmerte und Flüchtlingen half. In den 70er-Jahren setzte sie sich für türkische Gastarbeiter ein.

Das Ehepaar Hutters bekam den Preis für seine jahrzehntelange Arbeit an der Freilichtbühne Coesfeld. Anfang der 1960er-Jahre kamen sie über die Jugendgruppe zur Freilichtbühne. In den darauffolgenden Jahren wurden sie zum festen Bestandteil des Theaters. Josef Hutters ist mittlerweile 1. Vorsitzender und hat als Handwerker an so manchem Projekt mitgewirkt. Seine Frau ist als Schneiderin und Köchin hinter den Kulissen tätig.

Gleich 20 Ehrenamtliche ehrte André Stinka in seiner Laudatio. Sie erhielten den Preis für ihre engagierte Arbeit als Fahrer des Bürgerbusses Nottuln. „Der Bürgerbus ist dabei nicht nur ein Mobilitätsmittel“, betonte Stinka. „Gerade einsame Menschen nutzen die Möglichkeit zum Plausch. So hören sich die Fahrer die Sorgen und Freuden, aber auch die alltäglichen Kleinigkeiten ihrer Kunden an.“

Angelica Schwall-Düren dankte den Geehrten für ihren Einsatz. „Wir wissen alle, wie ungemütlich unsere Gesellschaft ohne das Ehrenamt aussähe.“