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Westfälische Nachrichten, 12. Januar 2009
Schon über 11.000 Kilometer gefahren
Schon über 11000 Kilometer hat der Nottulner Bürgerbus zurückgelegt. Der Bürgerbusverein sucht weiterhin ehrenamtliche Fahrer.
Nottuln - Eine vielfach noch geschlossene Schneedecke und Temperaturen von bis zu minus 10 Grad konnten den Einsatz des Bürgerbusses in den vergangenen Wochen nicht behindern. Nur wenige Verspätungsminuten sind nach Angaben des Bürgerbusvereins auf den täglich elf Fahrten zu vermelden, die der Bürgerbus auf den Strecken von und nach Appelhülsen und in Nottuln zurücklegt. „Überhaupt“, so das Resümee von Bürgerbusgeschäftsführer Leo Broloer, „haben in den vergangenen 14 Wochen sowohl die Fahrer als auch der neue Sprinterbus alle Erwartungen mehr als erfüllt.“ Über 800 Einsatzstunden und mehr als 11000 Kilometer sind seit dem Start am 1. Oktober 2008 geleistet und gefahren worden. Und das alles ohne irgendwelche Kratzer oder brenzlige Situationen. „Ein großes Kompliment ist den Fahrern auszusprechen, die werktags von 7 bis nach 19 Uhr zuverlässig und mit großer Begeisterung ihren ehrenamtlichen Dienst versehen haben“, sagt der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Andreas Buffi.
Inzwischen sind mehr als 450 Bürgerinnen und Bürger mit dem Bürgerbus gefahren und haben sich sehr lobend über den Komfort, die große Pünktlichkeit und die Hilfsbereitschaft der Fahrer geäußert. Indikatoren für die große Zufriedenheit der Fahrgäste sind die sich füllende Kaffeekasse der Fahrer im Bürgerbus sowie die kleinen Aufmerksamkeiten, die den Fahrern als kleines „Dankeschön“ zu Weihnachten überreicht wurden.
Die Verteilung der neuen Fahrpläne in alle Haushalte und die erfolgten Verbesserungen in der Streckenführung zeigen jetzt schon positive Auswirkungen. Der ermutigende Anfang des Bürgerbusses dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es doch den einen oder anderen Wermutstropfen gebe, der in den nächsten Monaten angegangen werden soll, berichtet der Verein.
So ist die Auslastung des Bürgerbusses auf der Verbindung nach und von Appelhülsen gut, die der anderen Strecke (Rhodeplatz-Fasanenfeld-Süd-Krankenhaus-Rhodeplatz) aber völlig unbefriedigend. „Mehr als 90 Prozent der Fahrgäste fahren auf der Schapdetten-Appelhülsen-Tour“, verdeutlicht Leo Broloer den Unterschied im Nutzungsverhalten zwischen den beiden befahrenen Strecken. „Wir werden dieses noch einige Wochen beobachten und dann eine Entscheidung treffen müssen.“
Verstärkt wird sich der Bürgerbusverein auch um die Werbung weiterer Fahrer bemühen müssen. Im Moment, so teilte der Verein mit, sei der Fahrbetrieb mit der bisherigen Fahrerzahl zwar sichergestellt, die problematischen Urlaubsmonate liegen jedoch noch vor dem Verein. „Einige der bisher geworbenen Fahrer haben noch nicht ihre Gesundheitsuntersuchungen absolviert; andere mussten ihre Zusage, als Fahrer zur Verfügung zu stehen, leider wieder rückgängig machen. Deshalb wird dringend Verstärkung benötigt, betont der Bürgerbusverein. Und helfen könne dabei jeder, der ein- oder mehrmals im Monat einen oder einen halben Tag als Fahrer zur Verfügung steht. |